Ikh Gazriin Chuluu / Großer Erdmutterstein
Der Ikh Gazriin Chuluu – auf Deutsch Großer Erdmutterstein – ist ein beeindruckendes Granitmassiv in der Provinz Dundgobi. Das Gebiet erstreckt sich über mehr als 20 Kilometer und gliedert sich in einen Nord- und Südteil. Die bizarren Felsformationen wurden über Jahrtausende durch Wind, Frost und extreme Temperaturschwankungen geformt und tragen besondere Namen, die ihre Form widerspiegeln – darunter Uvgun Chinggis (Alter Chinggis), Lusiin Ezen (Herr der Meere), Khan Khatan Khor (König und Königin) oder Zagasnii Am (Fischmund).
Im gesamten Massiv befinden sich über zehn kleine Höhlen, die durch natürliche Erosion entstanden sind. Besonders bekannt sind die Höhlen am Ulziit-Sumber-Berg im östlichen Teil des Gebietes. Die größte Höhle ist die Toonot-Höhle, die sich über 27 Meter Länge erstreckt.
Im Jahr 2006 wurde anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der mongolischen Staatengründung im Zentrum des Massivs ein Freilichttheater errichtet. Die Bühne wird von markanten Felswänden im Norden, Westen und Osten eingerahmt. Bereits 2007 fand hier das internationale Musikfestival „Die Brüllenden Hufe“ statt.
Am Berghang befindet sich außerdem ein schönes Denkmal zu Ehren der berühmten mongolischen Langlied-Sängerin Norovbanzad, deren Gesang stark mit dieser Region verbunden ist.
Seit 2003 stehen rund 35.000 Hektar der Landschaft von Ikh Gazriin Chuluu als Naturschutzgebiet unter staatlichem Schutz. Das Gebiet ist aufgrund seiner grandiosen Felslandschaften, seiner besonderen Akustik und seiner kulturellen Bedeutung ein beliebtes Reiseziel für Wanderer, Fotografen und Kulturinteressierte.






