Amarbayasgalant Kloster – Meisterwerk der mongolisch-mandschurischen Architektur
Das Amarbayasgalant Kloster zählt zu den schönsten, größten und am besten erhaltenen buddhistischen Klosteranlagen der Mongolei. Malerisch gelegen im Tal von Iven — nordwestlich des Zentrums von Sant Sum in der Provinz Selenge — gilt es als eines der bedeutendsten architektonischen Denkmäler des Landes.
Geschichte & Bedeutung
Der Bau des Klosters erstreckte sich über 16 Jahre. Auf Befehl von Enkh Amgalan Khan aus dem Mandschu-Reich wurde die Anlage zu Ehren von Zanabazar, dem ersten Bogd Gegen und bedeutendsten religiösen Führer der Mongolei, errichtet.
Am Ende der Bauarbeiten standen hier mehr als 50 Tempel, und im Haupttempel konnten einst bis zu 6.000 Lamas gleichzeitig rezitieren – ein eindrucksvoller Beweis für die spirituelle und kulturelle Bedeutung des Ortes.
Zerstörung & Wiederaufbau
Während der politischen Repressionen der 1930er Jahre wurden viele Tempel und Statuen zerstört. Die zahlreichen Ruinen rund um die Anlage erinnern noch heute an die ursprüngliche Größe des Klosters und die Auswirkungen dieser schweren Zeit.
Von den einst über 50 Tempeln sind 28 Gebäude erhalten geblieben. Bereits 1943 wurde das Kloster unter staatlichen Schutz gestellt, und 1996 erfolgte die Aufnahme in die UNESCO-Weltkulturerbeliste.
Das Kloster heute
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten lebt heute wieder eine kleine Mönchsgemeinschaft im Amarbayasgalant-Kloster. Rund 30 Mönche, im Alter zwischen 7 und 90 Jahren, praktizieren hier ihre jahrhundertealten religiösen Traditionen.
Die ruhige Atmosphäre, die harmonische Architektur und die abgeschiedene Lage machen Amarbayasgalant zu einem der beliebtesten kulturellen Reiseziele im Norden der Mongolei.






