Ostmongolei – Khentii

Die Provinz Khentii gilt als der Geburtsort von Chinggis Khan, dem legendären Gründer des Mongolischen Weltreiches im 13. Jahrhundert. Von dieser Region aus vereinte er die mongolischen Stämme und schuf ein Imperium, das Teile des heutigen China, ganz Zentralasien, den Nahen Osten sowie weite Gebiete Osteuropas umfasste.

Khentii ist eine Region von außergewöhnlicher natürlicher Schönheit – geprägt von dichten Wäldern, sanften Bergen, weiten Tälern und kristallklaren Flüssen. Trotz ihrer Ursprünglichkeit liegt sie nur etwa einen Tagestrip (331 km) von der Hauptstadt Ulaanbaatar entfernt. Im Norden grenzt Khentii direkt an die Russische Föderation.


Highlights der Region

Historische Stätten rund um Chinggis Khan

Zahlreiche Denkmäler, Erinnerungsorte und heilige Berge sind eng mit dem Leben von Chinggis Khan und seiner Familie verbunden. Besucher können hier tief in die Geschichte und Kultur der Mongolei eintauchen.

Baldan Bereeven-Kloster

Eine der bedeutendsten buddhistischen Klosteranlagen im Osten des Landes. Das Kloster liegt malerisch eingebettet in den Bergen und beeindruckt durch seine spirituelle Atmosphäre und harmonische Architektur.

Unberührte Natur

Dichte Wälder, klare Seen und ruhige Flüsse machen Khentii zu einem idealen Ziel für Naturliebhaber. Die Region bietet exzellente Möglichkeiten zum Wandern, für Tierbeobachtungen sowie für authentische kulturelle Begegnungen mit den Menschen des Ostens.

ATTRAKTION & HIGHLIGHTS:
Genghis Khan, Mongolei

Dadal – der Geburtsort von Chinggis Khan

Temuujin (Chinggis Khan) wurde im Jahr 1162 als Sohn von Yesükhei Baatar an einem Ort namens Delüün Boldog am Onon-Fluss im Sum Dadal der Provinz Khentii geboren. Ab 1185 begann Temuujin mit einer umfassenden militärischen Kampagne, um die mongolischen Stämme zu vereinen, die zu jener Zeit in mehr als 80 ethnische Clans zersplittert waren. Im Jahr 1206 wurde schließlich das Große Mongolische Reich gegründet, und Temuujin erhielt den Titel Chinggis Khan, was „Großer Khan“ bedeutet.

landschaft östliche Mongolei

Der Khan Khentii Gebirge Nationalpark ist ein einzigartiger Naturschatz der Mongolei und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Gebiet gilt als Heimatland von Chinggis Khan und umfasst zahlreiche historische und kulturelle Stätten, die eng mit seinem Leben und der frühen mongolischen Geschichte verbunden sind.

Die Landschaft des Khan Khentii ist geprägt von dichten Wäldern, Taiga, alpinen Wiesen und Bergwaldsteppen. Besonders beeindruckend sind die massiven Granitformationen, die weiten Panoramablicke, steilen Klippen sowie die blühenden Wiesen, die im Sommer von unzähligen Wildblumen geschmückt werden.

Der Nationalpark ist ein hervorragendes Ziel für Naturliebhaber und Abenteurer: Wanderungen durch unberührte Täler, Angeltouren an kristallklaren Flüssen sowie vielfältige Möglichkeiten zur Tierbeobachtung machen dieses Gebiet zu einem der schönsten Schutzareale der Mongolei.

Der Kloster Baldan Bereeven

Das Baldan-Bereeven-Kloster wurde einst von rund 5.000 bis 6.000 Mönchen bewohnt. Der Bau des Klosters dauerte fast 76 Jahre: Er begann im 17. Jahrhundert und wurde um 1776 vollendet.

Jahrhundertelang war Baldan Bereeven für seine vielen Gelehrten, Lamas, kunstvollen Tempelgebäude und wertvollen kulturellen Schätze berühmt. Hinter dem Kloster befindet sich eine besondere Felsformation, die als „Gebärmutter“ bezeichnet wird und die Wiedergeburt symbolisiert.

Zwischen 1937 und 1939 kam es im Zuge der religiösen Verfolgungen in der Mongolei zu schweren Zerstörungen, bei denen auch in Baldan Bereeven fast alle Tempel vernichtet wurden. Der Besuch des Klosters war über 60 Jahre lang streng verboten.

Erst in den 1990er Jahren, mit der Demokratisierung der Mongolei, begannen einige Mönche gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung mit dem Wiederaufbau eines Teils der Klosteranlage.

Die umliegenden Felsen mit ihren historischen, religiösen Felsritzungen sind bis heute erhalten geblieben und zeugen von der langen Geschichte und spirituellen Bedeutung dieses Ortes.

Die schönsten Seen in der Mongolei

Khar Zurkhnii Khökh Nuur – Der „Blaue See des Schwarzen Herzens“

Der vollständige Name dieses Sees lautet „Blauer See des schwarzen Herzens“. Er liegt inmitten einer unberührten Naturlandschaft, umgeben von sanften Bergen, und ist reich an vielfältigen Tier- und Pflanzenarten.

Der See spielt eine bedeutende Rolle in der mongolischen Geschichte, insbesondere im Leben von Chinggis Khan. Hier wurde Temüjin im Jahr 1189 zum Herrscher der vereinten mongolischen Stämme erhoben und erhielt den ehrwürdigen Titel „Chinggis Khan“, was so viel bedeutet wie ozeanischer Großkönig.

In der „Geheimen Geschichte der Mongolen“, der wichtigsten Chronik über Leben und Aufstieg Chinggis Khans, werden mehrere Ortsnamen in dieser Region erwähnt, darunter Khökh Nuur, Khar Zurkh und Sengür Gorkhi.

Am Ufer des Sees steht ein Denkmal, das dem 840. Geburtstag Chinggis Khans gewidmet ist. Rund um das Monument befindet sich ein halbmondförmiger Platz mit einem Durchmesser von 108 Metern, auf dem kunstvoll geschnitzte Holztafeln stehen, die 36 königliche beziehungsweise „Goldene Linien“-Könige darstellen.

Die Umgebung des Khar Zurkhnii Khökh Nuur ist ruhig, friedlich und ideal zum Wandern, Entspannen und Naturerleben. Besucher finden hier eine einzigartige Mischung aus Geschichte, Spiritualität und landschaftlicher Schönheit.

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Mit Ausnahme des Khentiin-Nuruu-Gebirgszugs und einiger umgebender Wälder besteht die östliche Mongolei nahezu vollständig aus endloser Steppenlandschaft. Diese Region bietet eindrucksvolle, weite Panoramen und gehört zu den letzten wirklich ungestörten Graslandschaften der Erde. Die bekannteste und am leichtesten zugängliche Steppe des Landes ist das Menengyn Tal – auch bekannt als die Menen-Steppe.

Das Gebiet ist nur sehr dünn besiedelt, beherbergt jedoch einige der größten Gazellenherden der Welt. Zudem findet sich hier eines der letzten intakten und unberührten Grasökosysteme des Planeten, das durch streng geschützte Gebiete wie Mongol Daguur, Dornod Mongolyn Tal und die Nomrog-Region erhalten wird.

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Mongolische Daguur-Steppe & Feuchtgebiet

Die Mongol Daguur ist eine einzigartige Steppe- und Feuchtgebietsregion im Osten der Mongolei und gehört sowohl zum UNESCO-Weltbiosphärenreservat als auch zum Ramsar-Gebiet von internationaler Bedeutung.

Diese weitläufige Landschaft besteht überwiegend aus sanften Hügeln, offenen Grassteppen und Feuchtzonen, die Lebensraum für eine beeindruckende Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten bieten.

Die Region hat eine besondere ökologische Bedeutung:

  • Sie stellt wichtige Brut- und Rastgebiete für zahlreiche seltene Vogelarten dar.

  • Zu den weltweit bedrohten Arten, die hier geschützt werden, zählt insbesondere der Weißnackenkranich.

  • Mongol Daguur fungiert zudem als wichtiger Zugkorridor für viele gefährdete Arten in Asien.

Durch ihre Abgeschiedenheit und ihren weitgehend unberührten Charakter zählt die Mongolische Daguur-Steppe zu den letzten großen intakten Graslandschaften der Erde – ein Paradies für Ornithologen, Naturfotografen und Naturliebhaber.

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Menen-Steppe – Die größte Grassteppe der Mongolei

Die größte Ebene der Mongolei ist die Menen-Steppe in der Provinz Dornod. Sie erstreckt sich westlich des Buir-Sees und misst über 90 km Länge und mehr als 60 km Breite. Diese Region gilt als eine der letzten intakten, großflächigen Graslandschaften der Welt. Die Steppe ist reich an unberührten Weideflächen und beherbergt zahlreiche Wildtiere – darunter Antilopen, Wölfe und weitere seltene Arten.

Besonders bekannt ist die Menen-Steppe für ihre riesigen Herden mongolischer Gazellen (Zeren). Hunderte, manchmal sogar tausende Tiere ziehen hier zur Wintersaison durch. Wenn der beständige Wind über das kräftige, segmentierte Federgras streicht, entsteht der Eindruck eines endlosen „Grasmeeres“, das sanft in Wellen schwingt.

Die Menen-Steppe ist untrennbar verbunden mit dem heimischen Federgras und den beeindruckenden Antilopenwanderungen. Ein Großteil der heute noch existierenden mongolischen Gazellen – deren Gesamtzahl in der Mongolei auf etwa drei Millionen geschätzt wird – findet sich insbesondere in der Provinz Dornod. Hier erfüllen sich die letzten großen Naturschauspiele der eurasischen Graslandschaften.