Khustain Nuruu Nationalpark – Heimat der letzten echten Wildpferde

Der Khustain Nuruu Nationalpark wurde 1993 von der mongolischen Regierung zum Schutzgebiet erklärt – nur ein Jahr nachdem die Wiedereinführung der letzten echten Wildpferdeart der Welt, des Przewalski-Pferdes (Takhi), begonnen hatte. Diese Pferde waren in der Mongolei bereits in den späten 1960er-Jahren in freier Wildbahn ausgestorben und überlebten nur noch in Zoos und privaten Tierparks weltweit.

Die Rückkehr der Takhi

1992 startete ein internationales Wiedereinführungsprogramm:
Für die Zucht wurden Tiere mit möglichst großer genetischer Vielfalt ausgewählt und in Halbreservaten in den Niederlanden gesammelt. Anschließend wurden sie über Luxemburg in die Mongolei geflogen. Von 1992 bis 2002 fanden diese Transporte alle zwei Jahre statt – jeweils mit etwa 16 Pferden.
Heute leben wieder stabile Takhi-Herden frei im Nationalpark und sind ein Symbol für erfolgreichen Artenschutz.

Tierwelt im Nationalpark

Neben den Takhi beherbergt der Khustain Nuruu Nationalpark eine vielfältige Tierwelt, darunter:

  • Murmeltier

  • Steppengazelle

  • Hirsch

  • Wildschwein

  • Manul (Pallas-Katze – eine seltene, kleine Wildkatze)

  • Wolf

  • Fuchs

Die besten Chancen, Takhi und Murmeltiere zu sehen, bestehen früh am Morgen oder am späten Nachmittag. Andere Säugetiere zeigen sich eher, wenn man zu Fuß wandert und sich ruhig verhält.

Was den Park besonders macht

Khustain Nuruu beeindruckt durch seine Mischung aus Bergen, Wäldern und Steppenlandschaften. Er bietet nicht nur Naturerlebnisse, sondern auch spannende Einblicke in eines der weltweit erfolgreichsten Programme zur Wiederansiedelung einer ausgestorbenen Tierart.

Reservat Przewalski Wildpferde in Chustai Nuruu Nationalpark