Bajanzag (Flaming Cliffs)
Bajanzag – auch bekannt als Flaming Cliffs – ist weltberühmt für die erste Entdeckung fossiler Dinosaurier. Die steilen Klippen, Hügel und verhärteten Lehmböden, die seit der Kreidezeit weitgehend unverändert geblieben sind, leuchten bei Sonnenuntergang in intensiven Rot- und Orangetönen. Ihren englischen Namen „Flaming Cliffs“ erhielten sie vom amerikanischen Paläontologen Roy Chapman Andrews, der in den 1920er Jahren mehrere Expeditionen in diese Region leitete.
Bis heute findet man in Bajanzag überall am Boden versteinerte Überreste von Dinosauriern, die vor rund 230 Millionen Jahren auf der Erde lebten. Zwischen den fossilen Schätzen wachsen trockene Saxaulsträucher, die nach einem kurzen Regenschauer plötzlich zum Leben erwachen können. Nur in der Gobi, wo trockene Winde und Sand jegliche Spuren des modernen Lebens forttragen, konnten so viele Fossilien über Jahrtausende hinweg bemerkenswert unversehrt erhalten bleiben.
Bei der dritten Asiatischen Expedition, die von Roy Chapman Andrews geleitet wurde, wurden in Bajanzag erstmals fossile Dinosauriereier entdeckt – ein wissenschaftlicher Durchbruch, der der Welt bewies, dass Dinosaurier Eier legten. Einst existierten hier riesige Dinosaurier und ein grenzenloses Meer, das große Teile der heutigen Gobi-Wüste bedeckte.
Das Magazin Adventure der National Geographic Society wählte die mongolische Gobi zu einem der faszinierendsten Reiseziele der Welt.






