Süd-Mongolei

Eine der beliebtesten Reiserouten in der Mongolei führt in die Süd-Mongolei – insbesondere in die faszinierende Wüste Gobi, den Lebensraum einiger der seltensten Tierarten der Welt und eine Landschaft von einzigartiger natürlicher Schönheit.
Die Wüste Gobi ist eine riesige Zone aus Wüste und Halbwüste, die fast 30 Prozent des mongolischen Staatsgebiets einnimmt.

In der Gobi leben Wildesel, Kamele, Schneeleoparden, Bergschafe und Gazellen. Auch eine vielfältige Flora hat sich an die extremen Bedingungen angepasst. Die Region ist zudem berühmt als bedeutender Fundort für Dinosaurierfossilien – darunter komplette Skelette und versteinerte Dinosauriereier, die bis heute erhalten geblieben sind.

ATTRAKTION & HIGHLIGHTS:
Khongoryn Els Sonnenuntergang in Wüste Gobi

Khongoryn Els Sanddüne – Eine der schönsten Sanddünen im Gobi ist die Khongoryn Els Sanddüne, die sich über 180 km mit majestätischen Höhen von 15-30 m entlang der Nordseite der Gebirgszüge Sevrei und Zuulun erstreckt.

Die größten Dünen liegen nordwestlich des Gebirges bis zu 200 Meter hoch. Die Khongoryn Els Sanddüne sind einige der größten und beeindruckendsten weißen Sanddünen der Mongolei. Die Dünen klingen wie ein Flugzeugsmotor an einem windigen Tag, deshalb wurde sie als “Singende Düne” bezeichnet. Von der Spitze der Sanddünen aus ist der Blick auf die Wüste fantastisch.

Bajandsag, Wüste Gobi rundreisen

Bajanzag (Flaming Cliffs) – Die imposanten Steilküsten, Hügel und gehärteten Lehmböden, die seit der Kreidezeit nahezu unverändert geblieben sind, leuchten besonders bei Sonnenuntergang in intensiven Rot- und Orangetönen. Daher stammt auch der Name “Flaming Cliffs”, den der amerikanische Paläontologe Roy Chapman Andrews während seiner Expeditionen in den 1920er Jahren prägte.

Damals wie heute liegen die versteinerten Überreste von Dinosauriern, die vor rund 230 Millionen Jahren unseren Planeten bevölkerten, überall verstreut auf dem Boden – zwischen trockenen Saxaulsträuchern, die nach einem seltenen Regenschauer innerhalb kürzester Zeit zu neuem Leben erwachen.

Während der dritten Zentralasiatischen Expedition in die Gobi, geleitet von Roy Chapman Andrews, wurden in Bajanzag erstmals fossile Dinosauriereier entdeckt. Dieser Fund lieferte den wissenschaftlichen Beweis, dass Dinosaurier Eier legten – eine bahnbrechende Erkenntnis für die Paläontologie.

Einst waren in dieser Region riesige Dinosaurier und ein endloses Binnenmeer zu Hause. Heute gehört Bajanzag zu den bedeutendsten Fossilienfundstellen der Welt. Das Adventure-Magazin der National Geographic Society wählte die mongolische Gobi sogar zu einem der einzigartigsten Reisezielgebiete der Welt.

Yolyn Am Schluchten, Wüste Gobi in Mongolei

Yolyn Am (Geierschlucht)

Yolyn Am – auch „Geierschlucht“ genannt – wurde ursprünglich eingerichtet, um die Vogelwelt der Region zu schützen. Heute ist sie jedoch vor allem für ihre dramatische und ungewöhnliche Landschaft bekannt: ein tiefes Tal mitten in der Wüste Gobi, in dem sich fast das ganze Jahr über dicke Eisflächen halten. Die Schlucht gehört zu den faszinierenden Naturwundern des Gobi Gurvan Saikhan („Drei Schöne Berge“) Nationalparks. Ihre steilen, felsigen Wände wurden über viele Jahrtausende durch Wassererosion geformt.

Yolyn Am liegt im östlichen Teil des Saikhan-Gebirges (Züün Saikhan) auf etwa 2.500 Metern Höhe. Die Schlucht ist so tief und an einigen Stellen so eng, dass dort nur zwei Personen nebeneinander hindurchpassen.

Das Schmelz- und Quellwasser bildet mehrere kleine Wasserfälle. Obwohl die Sonne in dieser Region häufig scheint, bleibt die Schlucht an vielen Stellen schattig und kühl, sodass Teile des Flussbettes fast das gesamte Jahr über von einer dicken Eisschicht bedeckt bleiben.

Mongolei tour in Wüste Gobi

Moltsog Els Sanddüne

Die Moltsog Els ist eine lange Sanddüne, die nordöstlich von Bajanzag (Flaming Cliffs) im Bulgan Sum der Provinz Ömnögobi liegt. Umgeben von Saxaulbäumen sind diese Dünen zwar kleiner als andere in der Region, aber dennoch wunderschön geformt und bieten eine angenehme, abwechslungsreiche Alternative inmitten der Gobi.

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Khermen Tsav

Khermen Tsav ist ein abgelegener und schwer erreichbarer Ort in der südlichen Gobi. In dieser Region gibt es kein Wasser und keine menschlichen Siedlungen, doch sie ist reich an bedeutenden Dinosaurierfunden.

Weil dieses Gebiet wie ein riesiger Hohlraum wirkt, erzählt man, dass es zwei „Eingänge“ gebe. Khermen Tsav wird auch als „der tote Riss“ bezeichnet – ein menschenleerer Ort, an dem die Temperaturen im Sommer bis zu +60 °C erreichen können. Aufgrund der extremen Bedingungen und der anspruchsvollen Wege wird dieser Ort nur selten als Reiseziel gewählt; für eine Fahrt dorthin sind sehr erfahrene und qualifizierte Fahrer notwendig. Wenn sich jedoch die Gelegenheit bietet, lohnt sich ein Besuch unbedingt.

Die gewaltigen Felsformationen erinnern an alte Burgen, und die beeindruckende Landschaft sowie die Spuren verschiedener Tiere bleiben jedem Besucher lange in Erinnerung.

Kamelreiten in Wüste Gobi, Mongolei

Gobi-Nomaden und Kamelhirten
Besuchen Sie eine Familie von Kamelhirten und entdecken Sie ihren einzigartigen Lebensstil, der sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Bei einem Besuch haben Sie die Möglichkeit, frische Hormog (Kamelmilch) zu probieren. Außerdem bietet sich eine großartige Gelegenheit, auf einem zweihöckrigen Kamel zu reiten und das traditionelle Leben der Nomaden hautnah zu erleben.