Nutztiere der Nomaden in der Mongolei
Die traditionelle nomadische Lebensweise der Mongolen basiert seit Jahrhunderten auf der Haltung von fünf Haupt-Nutztierarten: Pferde, Schafe, Ziegen, Yaks und Kamele. Sie bilden die Grundlage für Mobilität, Ernährung und wirtschaftliche Sicherheit der Familien.
Nomaden transportieren ihr Hab und Gut traditionell mit Yaks, Kamelen oder – im Norden – auch mit domestizierten Rentieren, sofern sie nicht motorisierte Fahrzeuge nutzen.
Entwicklung der Nutztierhaltung seit den 1990er-Jahren
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verstärkte sich die mobile Nutztierhaltung. Viele Familien vergrößerten ihre Herden, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Dadurch wuchs die Gesamtzahl der Nutztiere über Jahre hinweg kontinuierlich. Gleichzeitig stiegen der Bedarf an Weideland und Wasser sowie die Konkurrenz mit Wildtieren um begrenzte Ressourcen.
Herdensituation nach Vegetationszonen
Die Zusammensetzung der Herden unterscheidet sich je nach Landschaftszone:
1. Gebirgstaiga
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Haupttier: Schaf
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Weiterer Anteil: Ziegen und Yaks zu etwa gleichen Teilen
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Pferde: ca. 10 %
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Kaum Kamele
2. Steppenzone
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Schafe dominieren deutlich
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Ziegen und Yaks treten zurück
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Pferde gemäßigt vertreten
3. Offene Steppen
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Schafe: über 50 %
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Yaks und Ziegen: je 10–25 %
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Pferde in geringeren Anteilen
4. Wüstensteppen
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Ziegen: über 50 %
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Schafe: 30–40 %
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Rinder: unter 10 %
5. Wüste Gobi
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Ziegen: ca. 60 %
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Schafe: ca. 20 %
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Rest: Kamele und Pferde
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Yaks kommen nahezu nicht vor
Im Jahr 2018 wurden bei der offiziellen landesweiten Zählung insgesamt 66.463.000 Nutztiere registriert. Die Viehwirtschaft spielt eine zentrale Rolle für die mongolische Wirtschaft und das nomadische Leben. Die Herden setzen sich wie folgt zusammen:
Tierbestand nach Tierarten (2018)
Tierart Anzahl Schafe 30.553.500 Ziegen 27.130.000 Rinder 4.380.700 Pferde 3.939.800 Kamele 459.700







