Herkunft und ethnische Wurzeln
Die mongolischen Kasachen haben mehrschichtige Ursprünge:
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Kipchak-türkischer Ursprung – Der Hauptstamm der Kasachen entstammt den turksprachigen Kipchaken, die in der eurasischen Steppe lebten.
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Mongolischer Ursprung (Naiman, Khereid, Jalayr, Khongirad, Khatagin) – Diese Stämme waren ursprünglich Teil des Mongolenreichs und wurden später in den kasachischen Ethnos integriert.
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Skythisch-iranischer Ursprung (Saken, Sarmaten, Massageten) – Frühere Bewohner der zentralasiatischen Steppe, deren Gene und Kultur ebenfalls in den kasachischen Volkskörper eingegangen sind.
Diese Vermischung erklärt die ethnische und kulturelle Vielfalt des kasachischen Volkes.
👥 Bevölkerung und Verteilung
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In der Mongolei leben heute über 100.000 Kasachen, das entspricht etwa 4 % der Gesamtbevölkerung.
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Der überwiegende Teil wohnt in der westlichsten Provinz Bayan-Ölgii, die 1939 als halbautonomes kasachisches Aimag gegründet wurde.
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Kleinere Gemeinschaften leben auch in Khovd, Uvs und Töv.
🗣 Sprache und Religion
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Sprache: Kasachisch (eine Turksprache) ist die Alltagssprache in Bayan-Ölgii.
Schulen bieten Unterricht auf Kasachisch oder Mongolisch an.
Mongolisch bleibt die offizielle Sprache für Regierung, Wirtschaft und interethnische Kommunikation. -
Religion: Der Islam (meist sunnitisch) ist die Hauptreligion der Kasachen, im Gegensatz zur überwiegend buddhistischen und schamanistischen mongolischen Mehrheitsbevölkerung.
🏞 Migration und Geschichte
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Die dokumentierte Einwanderung kasachischer Gruppen in die heutige Mongolei begann um 1840 aus den westchinesischen Regionen (heutiges Xinjiang).
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Nach der Gründung der Provinz Bayan-Ölgii (1939) erhielten die Kasachen eine gewisse kulturelle Autonomie.
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Während der Zeit der geschlossenen Grenzen zwischen der Sowjetunion und China (1950er–1980er Jahre) waren die mongolischen Kasachen von ihren Verwandten in Kasachstan abgeschnitten.
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Nach 1991, mit der Unabhängigkeit Kasachstans, lud Präsident Nursultan Nasarbajew die Auslandskasachen zur Rückkehr ein.
Rund die Hälfte der mongolischen Kasachen wanderte in den 1990er Jahren nach Kasachstan aus, viele kehrten später wieder zurück.
🐎 Lebensweise und Kultur
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Viele Kasachen in der Mongolei leben weiterhin als halbnomadische Viehzüchter, ziehen mehrmals im Jahr mit ihren Herden um und wohnen im Sommer in einem Kasachischen Ger (größer als das mongolische Ger, oft mit kunstvoller Stickerei).
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Die Familienbande sind stark ausgeprägt, und die Großfamilie spielt eine zentrale Rolle im sozialen Leben.
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Musik, Falknerei, traditionelle Kleidung und Feste (z. B. das Goldene-Adler-Festival in Bayan-Ölgii) sind bedeutende Bestandteile ihrer kulturellen Identität.
🌍 Gesellschaftliche Stellung
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Die Kasachen genießen in der Mongolei traditionell hohes gesellschaftliches Ansehen, insbesondere wegen ihres starken Bildungs- und Gemeinschaftssinns.
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Viele Kasachen sind in Verwaltung, Bildung und Handel aktiv und nehmen an nationalem politischen und kulturellen Leben teil.







