Kloster Manzuschir – Zentrum der Weisheit im Bogd-Khan-Gebirge
Das Kloster Manzuschir, benannt nach dem „Gott der Weisheit“ (Manjushri), wurde vor über 350 Jahren an den bewaldeten Südhängen des Bogd-Khan-Berges erbaut – einem der ältesten Naturschutzgebiete der Welt, das bereits im 18. Jahrhundert unter staatlichen Schutz gestellt wurde.
Der Bodhisattva Manzuschir
Manzuschir ist im Mahayana-Buddhismus der Bodhisattva der Weisheit, Erkenntnis und Einsicht.
Der Legende nach wurde seine erste Inkarnation im 2. Jahrhundert v. Chr. in Indien geboren. Es folgten weitere Inkarnationen:
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2× in Indien
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8× in Tibet
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5× in der Mongolei
Die erste mongolische Inkarnation erschien 1695 am Khukh Nuur und erhielt den Namen Agvaan-Luvsanjambaldanzan.
Geschichte des Klosters
Das Kloster wurde 1733 vom heiligen Mönch Luvsanjambaldanzan gegründet und diente als ständiger Sitz seiner Reinkarnation.
Im Jahr 1791 ordnete der Qing-Kaiser eine offizielle Umbenennung an: Manzuschir sollte fortan den Namen „Karma-Gebet“-Kloster tragen.
Über die Jahrhunderte entwickelte sich Manzuschir zu einem bedeutenden religiösen und kulturellen Zentrum der Mongolei:
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über 300 Mönche lebten dauerhaft in der Anlage
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bei großen Zeremonien versammelten sich über 1000 Mönche
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insgesamt gab es 20 Tempel und zahlreiche Wohn- und Verwaltungsgebäude
Das Kloster beherbergte zudem eine wertvolle Bibliothek mit seltenen buddhistischen Texten, darunter die berühmte „goldene Schrift auf Silberblatt“.
Kulturdenkmäler und Felszeichnungen
In den umliegenden Hügeln schufen die Mönche kunstvolle Felsritzungen buddhistischer Gottheiten, die noch heute gut sichtbar sind.
Diese Felsenbilder wurden 1998 unter staatlichen Schutz gestellt und gehören zu den eindrucksvollsten kulturellen Spuren des Klosterlebens.
Der legendäre bronzene Kochkessel
Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Klosters ist der große bronzeerne Kochkessel, gefertigt 1726 vom berühmten Schmied Jalbuu:
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Durchmesser: 215 cm
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Tiefe: 140 cm
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Fassungsvermögen: ca. 1800 Liter
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Gewicht: etwa 2 Tonnen
Er bot Platz, um Speisen für rund 1000 Personen zuzubereiten. Als Brennstoff dienten vier Wagenladungen Holz, gekocht wurde mit zwei ganzen Rindern oder zehn Schafen.







