Noyon Khutugt Danzanravjaa
Noyon Khutugt Danzanravjaa (1803–1856) war einer der bedeutendsten buddhistischen Führer, Dichter und Künstler der Mongolei. Er wurde in einer armen Familie geboren und bettelte in seiner frühen Kindheit gemeinsam mit seinem Vater. Bereits im Alter von fünf Jahren wurde er als Reinkarnation des Gobi Noyon Khutagt erkannt, nachdem er überzeugend über seine früheren Leben sprach.
Da die Qing-Dynastie damals die offizielle Anerkennung von Reinkarnationen verboten hatte, wurde er unter dem Namen „Noyon Tsorj“ verborgen, aber später doch dem Kaiser vorgestellt. Der Kaiser ordnete an, dass der Dalai Lama, der Bogd Gegeen und der Panchen Lama seine Echtheit prüfen sollten – und alle drei bestätigten unabhängig voneinander seine Reinkarnation.
Danzanravjaa studierte bis zu seinem 16. Lebensjahr intensiv den Buddhismus und entwickelte sich später zu einem außergewöhnlichen Gelehrten, Künstler, Reformer und Kritiker gesellschaftlicher Missstände. Er gründete das berühmte Khamaryn-Khiid-Kloster in der Ostgobi und hinterließ hunderte Gedichte, Lieder, Theaterstücke und philosophische Werke.







