golisch
Mongolische Städte
Die Hauptstadt Ulaanbaatar
In der Mongolei gibt es drei große Städte: Ulaanbaatar, Darkhan und Erdenet.
Die Geschichte von Ulaanbaatar reicht bis ins Jahr 1639 zurück, als die Stadt erstmals als bewegliches Kloster unter dem Namen Urguu gegründet wurde. Die Hauptstadt wechselte im Laufe ihrer Geschichte 29-mal den Standort, bevor sie sich 1778 schließlich am Ufer des Tuul-Flusses niederließ.
Zanabazar, Sohn des Tusheet Khan Gombodorj, wurde als erster Bogd Gegeen zum spirituellen Führer ernannt. Das ursprüngliche Ord-Urguu wurde 1639 am Shireet-See in der heutigen Provinz Uvurkhangai gegründet. Die „Ewige Flamme“, das Symbol staatlichen Wohlstands, wurde vom Kloster Erdene Zuu nach Ord-Urguu gebracht und mit dem neuen Sitz vereint.
Ulaanbaatar zog im Laufe der Jahrhunderte an verschiedene Orte entlang der Flüsse Selenge, Orkhon und Tuul, bis es sich unter dem Namen Ikh Khuree endgültig niederließ.
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1910 erreichte Ikh Khuree etwa 50.000 Einwohner.
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1911, nach der Erklärung der Unabhängigkeit durch Bogd Khaan, erhielt die Stadt den Namen Niislel Khuree.
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1924, mit der neuen Verfassung, wurde Ulaanbaatar offiziell zur Hauptstadt der Mongolei erklärt.
Erdenet
In den 1950er Jahren wurden im Norden der Mongolei bedeutende Kupfervorkommen entdeckt. Die junge Stadt Erdenet wurde daraufhin 1975 als Wohn- und Arbeitsort für die Beschäftigten der neuen Kupfermine gegründet.
Etwa 5600 Menschen arbeiten heute in der Industrie der Stadt. In den 1980er Jahren stellten russische Ingenieure und Bergleute über die Hälfte der Bevölkerung, was das Stadtleben stark prägte. Nach der politischen Wende von 1990 verließen die meisten Russen die Stadt; heute machen sie etwa 10 % der Einwohner aus.
Erdenet beherbergt eine der größten Kupferminen der Welt – ein mongolisch-russisches Gemeinschaftsunternehmen, das einen bedeutenden Anteil zum Exportvolumen und Steueraufkommen des Landes beiträgt. Seit 2005 wird hier nicht nur Kupferkonzentrat, sondern auch reines Kupfer produziert. Zudem wurde 1981 in Erdenet eine große Teppichfabrik in Betrieb genommen.
Darkhan
Die Stadt Darkhan, die auch den traditionellen Namen „Friendly City“ – Freundliche Stadt trägt, wurde am 17. Oktober 1961 gegründet. Sie entstand mit Unterstützung der Sowjetunion und war als zweites großes Industriezentrum der Mongolei geplant.
Darkhan erbringt rund 14 % der Industrieproduktion des Landes. Hier befindet sich die einzige Schwarzmetallhütte der Mongolei, die jährlich bis zu 100.000 Tonnen Gusseisen produzieren kann.
Die Stadt liegt im nördlichen Zentralgebiet des Landes und hat sich zu einem wichtigen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und bildungsbezogenen Zentrum entwickelt.







