Mongolische Sprache
Die offizielle und vorherrschende Sprache der Mongolei ist Khalkha-Mongolisch, das von rund 90 % der Bevölkerung gesprochen wird. Insgesamt gibt es weltweit etwa 6 Millionen Sprecher, darunter auch in der Inneren Mongolei (VR China), wo Mongolisch neben Chinesisch eine Amtssprache ist.
Geschichte und Entwicklung der mongolischen Sprache
Die ältesten schriftlichen Belege des Mongolischen stammen aus dem 13. Jahrhundert.
Das traditionelle mongolische Schriftsystem basiert auf einer modifizierten uigurischen Schrift, die wiederum auf aramäische Ursprünge zurückgeht. Diese vertikal geschriebene Schrift verbreitete sich aufgrund der Macht des Mongolischen Reiches im Mittelalter über große Teile Asiens.
Schriftreformen im 20. Jahrhundert
Mit dem wachsenden Einfluss der Sowjetunion in der Äußeren Mongolei kam es ab den 1920er-Jahren zu umfassenden Sprach- und Schriftreformen:
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1931: Einführung der lateinischen Schrift
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1937: Ablösung durch das modifizierte kyrillische Alphabet
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1941: Offizielle Abschaffung der traditionellen Schrift
In der Inneren Mongolei (VR China) wird die traditionelle Schrift jedoch bis heute im Alltag, in Schulen und Behörden verwendet.
Einflüsse auf Wortschatz und Grammatik
Mit der Ausbreitung des Buddhismus im 16.–17. Jahrhundert gelangten viele Begriffe aus dem Sanskrit und Tibetischen in die Sprache.
Seit dem 20. Jahrhundert wurde das Mongolische zunehmend durch internationale Einflüsse geprägt. Besonders durch Wissenschaft, Technik und Politik kamen viele Begriffe aus europäischen Sprachen hinzu. Auch syntaktische Strukturen veränderten sich im Laufe der Zeit.
Fremdsprachenkenntnisse in der Mongolei
In der modernen Mongolei spielen Fremdsprachen eine große Rolle.
Die beliebtesten und am weitesten verbreiteten Fremdsprachen sind:
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Englisch – gewinnt seit den 2000er-Jahren stark an Bedeutung, besonders bei jungen Menschen
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Russisch – historisch lange wichtigste Fremdsprache, weiterhin weit verbreitet
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Koreanisch – wird von vielen Mongolen gesprochen, die in Südkorea arbeiten oder studieren
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Chinesisch, Japanisch und Deutsch – ebenfalls an Schulen und Universitäten vertreten







