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Naturkatastrophen in der Mongolei – Der Zud
Die Mongolei ist bekannt für ihr extremes Klima und wird besonders häufig von einer Naturkatastrophe heimgesucht, die „Zud“ genannt wird. Ein Zud ist eine Folge extremer Winterbedingungen in Kombination mit mangelndem Weideland, wodurch großes Viehsterben auftreten kann. Für die nomadische Bevölkerung ist ein Zud oft eine existenzielle Bedrohung.
Was ist ein Zud?
Ein Zud tritt auf, wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammentreffen:
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Starker Schneefall oder gefrorene Eisschichten bedecken das Weideland.
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Extreme Kälte erschwert das Überleben der Tiere.
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Schwache Winde verhindern das Freilegen der Gräser.
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Sommerdürre, die im Vorfeld verhindert, dass die Tiere genügend Fettreserven aufbauen.
In dieser Situation können die Tiere nicht mehr weiden, verlieren Kraft und sterben an Erschöpfung oder Kälte.
Warum entstehen Zud?
Traditionell hieß es, ein Zud trete etwa einmal pro Jahrzehnt auf. In den letzten Jahren kommt es jedoch – aufgrund des Klimawandels und der zunehmenden Überweidung – fast jedes Jahr in verschiedenen Regionen des Landes zu Zuds.
Die Ursachen sind wissenschaftlich noch immer nicht vollständig geklärt. Forschungen zeigen jedoch, dass zwei Faktoren besonders kritisch sind:
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Dürreperioden im Sommer, die das Weidegras schwächen.
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Extreme Winterkälte, häufig mit Temperaturen zwischen –40 und –50 °C.
Diese Kombination führt dazu, dass Tiere nicht genug Körperfett einlagern können und im Winter keine Nahrung finden.
Der schwere Zud von 2009/2010
Der Zud im Winter 2010 war einer der schlimmsten der jüngeren Geschichte:
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Fast 6 Millionen Tiere verendeten.
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Viele Hirten verloren 50–70 % ihres Viehbestands.
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Temperaturen fielen in einigen Regionen auf –50 °C, etwa 10 °C unter dem Durchschnitt.
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In manchen Gebieten war die Schneedecke so dick, dass Helfer und Fahrzeuge kaum durchkamen.
Viele Familien mussten ihr nomadisches Leben aufgeben und in Städte ziehen – ein sozialer und wirtschaftlicher Einschnitt.
Weitere Naturgefahren in der Mongolei
Neben dem Zud gibt es noch weitere natürliche Risiken:
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Dürre (häufig im Sommer)
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Staubstürme und Sandstürme in der Gobi
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Überschwemmungen nach starken Sommerregenfällen
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Extreme Kälte im Winter („white disaster“)
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Extreme Hitze im Sommer („black disaster“)







