Frühlingsfest des Adlers in der Mongolei
Ein einzigartiges Kulturhighlight der kasachischen Adlerjäger
Das Frühlings-Adlerfest ist eines der besonderen jährlichen Kulturereignisse der Mongolei. Es feiert die jahrhundertealte Tradition der Adlerjagd sowie die reiche Kultur der kasachischen Gemeinschaft im Westen des Landes.
Wann und wo findet es statt?
Jedes Frühjahr – in der Regel vom 3. bis 4. März – wird das Fest im Komplex „Chinggisiin Khuree“, unweit der Hauptstadt Ulaanbaatar, veranstaltet. Es ist damit das einzige Adlerfest, das leicht von Ulaanbaatar aus erreichbar ist.
Während die klassischen Adlerfeste im Herbst in Bayan-Ölgii stattfinden, bietet das Frühlingsfest eine zusätzliche Gelegenheit, diese faszinierende Tradition zu erleben.
Teilnehmer und Tradition
Mehr als 20 Adlerjäger – Männer und Frauen zwischen 15 und 80 Jahren – reisen für dieses Ereignis aus dem äußersten Westen der Mongolei an. Sie führen die über Jahrhunderte überlieferte Kunst der Jagd mit Steppenadlern vor und geben sie an die junge Generation weiter.
Die UNESCO hat diese Praxis in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen, was die kulturelle Bedeutung der Adlerjagd zusätzlich unterstreicht.
Ein unvergesslicher Anblick
Die kasachischen Jäger erscheinen in ihren traditionellen Fell- und Ledergewändern, kunstvoll bestickt und oft aus Fuchs- oder Wolfspelz gefertigt.
Auch ihre Pferdesättel, Zaumzeuge sowie die Jesses, Kapuzen und Handschuhe ihrer Adler sind reich mit Silber verziert.
Wettbewerbe und Programmpunkte
Das Frühlings-Adlerfest umfasst verschiedene spannende Wettbewerbe:
-
Bestgekleideter Adlerjäger
-
Präsentation des am schönsten dekorierten Pferdes
-
Ruf des Adlers über große Distanz – dabei wird getestet, wie schnell der Adler seinen Besitzer erkennt und zu ihm fliegt
-
Traditionelle Reiterspiele
-
Vorführungen der Jagdtechniken
Die Teilnehmer betreten die Arena hoch zu Pferd, ihren Adler auf dem Arm, und präsentieren stolz ihre Traditionen.
Aisholpan – Die berühmteste Adlerjägerin
Unter den Teilnehmern ist häufig auch Aisholpan Nurgaiv, die weltweit durch den preisgekrönten Dokumentarfilm „Die Adlerjägerin“ (The Eagle Huntress) bekannt wurde.
Der Film erzählt die Geschichte des damals 13-jährigen kasachischen Mädchens, das als erste weibliche Adlerjägerin am Fest in Ölgii teilnahm.
Warum das Frühlings-Adlerfest ein touristisches Highlight ist
Das Fest gilt als eine der interessantesten kulturellen Veranstaltungen für Besucher der Mongolei.
Es bietet:
-
seltene Fotomotive
-
authentische Begegnungen mit kasachischen Nomaden
-
Einblicke in ein uraltes jagdliches Können
-
ein farbenfrohes Spektakel aus Reitkunst, Tradition und Naturverbundenheit
Für Reisende, die im Frühjahr die Mongolei besuchen, ist das Frühlings-Adlerfest ein absolutes Muss.






















