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Mongolisches traditionelles Handwerk
Das mongolische traditionelle Handwerk blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück und wurde über Generationen hinweg von Meister zu Lehrling weitergegeben. Jede Region der Mongolei entwickelte ihre eigenen charakteristischen Muster und Techniken, die sich in Schmuck, Götterstatuen, Sätteln, Werkzeugen und Alltagsgegenständen widerspiegeln. Besonders kunstvolle Gravuren und regional typische Ornamente verleihen jedem Objekt seine unverwechselbare Identität.
Handwerk als Lebensgrundlage der Nomaden
Seit der Mensch in der Mongolei begann, Werkzeuge zu formen, hat sich das mongolische Handwerk stetig weiterentwickelt und an die Bedürfnisse des nomadischen Lebens angepasst. Die Tierhaltung als wichtigste Lebensgrundlage prägte die Nachfrage nach funktionalen, aber zugleich haltbaren Produkten aus Holz, Metall, Leder, Wolle und Tierfellen.
Die Rolle der Frauen
Mongolische Frauen fertigten traditionell nahezu alle Kleidungsstücke und Textilien, die eine Familie benötigte:
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Deel (traditionelle Tracht)
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Stiefel und Hüte
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Seile, Teppiche und Filzprodukte
Schon jungen Mädchen wurde beigebracht, wie man näht, stickt und Stiefel anfertigt – Fertigkeiten, die besonders eine zukünftige Braut beherrschen sollte.
Die Rolle der Männer
Männer stellten Werkzeuge, Haushaltsutensilien und kunstvoll gearbeitete Gegenstände her. Viele konnten eigenständig einfachen Schmuck schmieden. Aus Silber, Kupfer, Gold und Halbedelsteinen entstanden:
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Ringe und Gürtel
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Haarschmuck und Hutornamente
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Schnupftabakflaschen
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verzierte Becher und Beschläge
Besonders wertvoll waren die Fähigkeiten eines Holzschnitzers oder Metallschmieds, denn sie fertigten die fein gravierten Sättel, religiöse Figuren und kunsthandwerklichen Meisterstücke.
Mongolische Holzbearbeitung – ein einzigartiges System
Die Holzbearbeitung der Mongolen ist berühmt für ihr Reibschluss- und Puzzle-Mechanismus-System, bei dem kaum Nägel oder Metallteile verwendet werden. Vom kleinsten Holzkästchen bis zur gesamten Konstruktion eines Gers (Jurte) – alles basiert auf passgenauen Steck- und Spannverbindungen.
Filigrane Schnitzereien zieren traditionelle Alltagsgegenstände, darunter:
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Pferdekopfgeigen (Morin Khuur)
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kunstvolle Holzschüsseln und Tassen
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Schachfiguren und Spielbretter
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Reitstöcke und Pferdepeitschen
Viele dieser Werke sind heute in mongolischen Museen ausgestellt und gelten als kulturelle Schätze des Landes.







