Die klassische mongolische Schrift – Ein Symbol nationaler Identität
Die klassische mongolische Schrift, auch Uigurische Schrift genannt, wurde im 13. Jahrhundert zur offiziellen Schrift des Mongolischen Reiches. Sie stammt ursprünglich aus der uigurischen und sogdischen Schrift, deren Wurzeln bis zur syrischen Schrift des Nahen Ostens zurückreichen. Charakteristisch ist ihre vertikale Schreibrichtung: von oben nach unten und von links nach rechts – weltweit nahezu einzigartig.
Vom Wandel zur Kyrillischen Schrift
1946 führte die Mongolei die kyrillische Schrift ein. Zu diesem Zeitpunkt beherrschte nur etwa die Hälfte der Bevölkerung noch die traditionelle Schrift, dennoch blieb sie ein wichtiges kulturelles Symbol.
Renaissance seit den 1990er-Jahren
Nach den politischen Veränderungen der 1990er-Jahre setzten sich Intellektuelle und Wissenschaftler stark für die Wiederbelebung der klassischen Schrift ein. 1995 wurde sie wieder in den Schulen eingeführt, vor allem in Geschichte und Sozialkunde.
Die Schrift heute
Heute erlebt die klassische Schrift eine bemerkenswerte Rückkehr. Sie wird zunehmend im Bildungswesen, in Kultur und Kunst, in offiziellen Dokumenten und sogar im modernen Design verwendet. Für viele Mongolen steht sie für Identität, Tradition und Stolz – ein lebendiges Erbe, das wieder Teil des Alltags wird.







