Die Mongolische Wüste Gobi – Ein Paradies der Dinosaurierforschung
Die Wüste Gobi in Asien war einst ein wahres Paradies für Pflanzen und Tiere – darunter zahlreiche Dinosaurierarten. Viele Paläontologen gehen davon aus, dass die Region sogar Schauplatz eines Massenaussterbens war, bei dem lawinenartige Sandrutsche Dinosaurier überraschten und deren Überreste perfekt konservierten.
Im Jahr 1922 entdeckte der Forscher Roy Chapman Andrews mit seiner Expedition die ersten wissenschaftlich bestätigten Dinosauriereier in der mongolischen Gobi. Seitdem arbeiteten sowjetische, polnische, chinesische und amerikanische paläontologische Teams in der Gobi und brachten weltberühmte Fossilien ans Licht, darunter:
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Die Zwei kämpfenden Dinosaurier (Velociraptor und Protoceratops)
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Überfüllte Dino-Nester mit Protoceratops-Jungtieren
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Oviraptor, der über seinen Eiern brütet
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Tarbosaurus und sein Baby
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Embryonen im Ei verschiedener Dinosaurierarten
In den letzten 100 Jahren wurden in der Mongolischen Gobi mehr als 80 Dinosauriergattungen entdeckt – rund ein Fünftel aller heute bekannten Dinosaurierarten. Einige der berühmtesten Arten werden hier vorgestellt:
Oviraptor – Der „Eierdieb“, der keiner war
Der Oviraptor ist eine kleine, vogelähnliche Theropoden-Gattung aus der Mongolei. Sein Name bedeutet „Eierdieb“, da das erste Fossil auf einem Nest von Protoceratops-Eiern gefunden wurde. Andrews vermutete, der Oviraptor habe versucht, die Eier zu stehlen.
In den 1990er Jahren stellte sich jedoch heraus, dass die Eier tatsächlich zu Oviraptor selbst gehörten. Damit waren dies die ersten wissenschaftlichen Beweise, dass Dinosaurier ihre Eier brüteten.
Amerikanische Expeditionen fanden auch ein versteinertes Paar der verwandten Gattung Khaan – sie wurden als „Romeo und Julia“ bekannt.
Protoceratops – Der kleine Verwandte des Triceratops
Protoceratops andrewsii gehört zu den Vogelbeckendinosauriern und wurde in der Region Bayanzag (Rotes Ufer) entdeckt. Er war ein vierbeiniger Pflanzenfresser mit großem Nackenschild, Schnabel und typischer Krause – jedoch ohne Hörner, im Gegensatz zu seinem berühmten Verwandten Triceratops.
Tarbosaurus – Der asiatische Cousin des Tyrannosaurus
Tarbosaurus bataar ist ein theropoder Raubdinosaurier aus der Familie der Tyrannosauridae und lebte während der späten Oberkreide in der Mongolei. Er erreichte:
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10–12 Meter Länge
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bis zu 4.000 kg Gewicht
1946 fand eine sowjetisch-mongolische Expedition den ersten großen Schädel in der Nemegt-Formation. Ein Viertel aller dort gefundenen Fossilien gehört zu Tarbosaurus – ein Hinweis auf seine frühere Verbreitung und Dominanz.
Velociraptor – Der Star aus „Jurassic Park“
Durch die Filme „Jurassic Park“ wurde der Velociraptor weltbekannt. In Wirklichkeit war er jedoch deutlich kleiner:
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1,5–2 Meter lang
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gefiedert
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etwa so groß wie ein Truthahn
1923 entdeckte Andrews den ersten Velociraptor in Bayanzag. 1971 fand eine mongolisch-polnische Expedition das berühmte Fossil der „zwei kämpfenden Dinosaurier“ – ein Velociraptor im Kampf mit einem Protoceratops, beide im Moment des Todes eingeschlossen.
Therizinosaurus – Der Dinosaurier mit den riesigen Krallen
Therizinosaurus gehört zu den Therizinosauridae und lebte in der späten Oberkreide. Er gilt als einer der ungewöhnlichsten Dinosaurier überhaupt. Bisher wurden nur Arme und Beine gefunden – mit massiven, bis zu 1 Meter langen Krallen.
Zunächst hielten Forscher die Fossilien für Überreste einer riesigen Schildkröte. Die Art wurde 1948 in der Nemegt-Formation von einer sowjetisch-mongolischen Expedition entdeckt.
Zanabazar junior – Der troodontide „Gelehrten-Dino“
Die Gattung Zanabazar, benannt nach dem ersten Oberhaupt der mongolischen Religion, gehört zu den Troodontiden – kleinen, intelligenten, fleischfressenden Dinosauriern.
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Entdeckt: 1974 durch Rinchen Barsbold
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Fundort: Bugeen Tsav, Nemegt-Formation
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Alter: ca. 70 Millionen Jahre
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Besonderheit: größter asiatischer Troodont
Zanabazar war ein schneller, intelligenter Fleischfresser mit großen Augen und ausgeprägtem Gleichgewichtssinn.
Nützliche Links: Wo entdeckte man Dionosauriern Fossilien in die Wüste-Gobi







