Adlerjagd in der Mongolei
Die traditionelle Adlerjagd der kasachischen Minderheit in der Westmongolei zählt zu den faszinierendsten Kulturerben des Landes. Seit 2011 ist sie von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Die Jagd wird vor allem in der Provinz Bayan-Ölgii praktiziert. Heute gibt es rund 260 Adlerjäger, die ihr Wissen meist von ihrem Vater oder ihren Verwandten gelernt haben. Trainiert werden überwiegend weibliche Steinadler, da sie größer, stärker und zuverlässiger sind. Am besten eignen sich junge Adler, die bereits fliegen und jagen können.
Adlerjäger tragen traditionelle Kleidung aus Schaffell und nutzen spezielle Ausrüstung wie Handschuh, Augenhaube (Tomaga), Leinen und Trainingsattrappen. Gejagt wird meist nach dem ersten Schnee, wenn die Beute besser sichtbar ist. Ein Adler kann kleine Tiere aus bis zu 1000 Metern Höhe erkennen.
Die Adlerjagd ist heute sowohl gelebte Tradition als auch ein beeindruckendes Erlebnis für Besucher – besonders während der jährlichen Adlerfestivals in Bayan-Ölgii.







