Die Geschichte von Ulaanbaatar
Der Ursprung der heutigen Hauptstadt der Mongolei reicht bis ins Jahr 1639 zurück. Seit ihrer Gründung wurde die Stadt insgesamt 28 Mal verlegt, bevor sie 1778 ihren heutigen Standort fand. Dieser befindet sich in einer geografischen Zwischenzone im Tal des Flusses Selbe, einem Nebenfluss des Tuul.
Die Entstehung der Stadt ist eng mit dem Leben und Wirken des großen mongolischen Religions- und Kunstreformers Zanabazar (1635–1723) verbunden. Zu seiner Zeit war die Stadt das religiöse Zentrum des Landes und diente als Sitz des „Lebenden Buddha“ der Mongolen.
Ulaanbaatar trug im Laufe ihrer Geschichte mehrere Namen:
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1639 – Urguu (Palast oder Residenz)
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1651 – Nomiin Urguu (Palast des Wissens)
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1706 – Ikh Khuree (Großes Lager)
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1912 – Niislel Khuree (Hauptstadt-Lager)
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1924 – Ulaanbaatar (Roter Held)
Während der Zeit als Ikh Khuree wurde die Stadt von zahlreichen Tempeln und Klöstern geprägt, die nach der traditionellen Ger-Bautechnik errichtet wurden. Zu den bedeutendsten Bauwerken zählen die Klöster Dambadarjaalin, Gandantegchlen und Dashchoilin, die bis heute das religiöse und kulturelle Erbe der Stadt widerspiegeln.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Ikh Khuree nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein politisches und wirtschaftliches Herz der Mongolei. Nach der nationalen Befreiungsrevolution von 1911 wurde der mongolische Staat wiederhergestellt – ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte des Landes.
Im Jahr 1924, nach der Ausrufung der Volksrepublik Mongolei, erhielt die Stadt ihren heutigen Namen Ulaanbaatar, was „Roter Held“ bedeutet – zu Ehren der Revolution.







